Freitag, 19. April 2013

USA-Reisebericht Teil1 - Tag1+2 (Frankfurt, Chicago)

So herzlich willkommen! Ab heute beginne ich mit meinem Reisebericht aus den USA. Es war meine erste große Reise. Fragen werden immer und gerne beantwortet. 

Am Ende werde ich versuchen eine Übersicht zu erstellen mit Tipps für Chicago, New York und die USA insgesamt.

Also viel Spaß und danke fürs lesen!


Tag 1! 20.03.13: Würzburg ade! Frankfurt Flughafen wir kommen!


Der Tag begann stressig. Wir hatten uns überlegt bereits einen Tag vor Abflug in Frankfurt zu sein... einfach aus Sicherheit. Man weiß ja nie, wann sich jemand vor einen Zug schmeißt ;D

Die Fahrt nach Frankfurt ging ganz gut, außer, dass es mal wieder technische Störungen am ICE gab und dieser NICHT bis zum Flughafen fuhr, sondern nur bis zum HBF. Wir mussten somit mit unserem Gepäck umsteigen. Ich habe mich übrigens wie in einer anderen Welt gefühlt, als wir am HBF ausgestiegen sind. Dort am HBF war wirklich alles vertreten an Menschen.

Am Flughafen angekommen habe ich mir erstmal einen Starbucks Kaffee gegönnt. Hat man ja nicht alle Tage, wenn man keinen in der Stadt hat. Danach ging es zum Check In ins Hotel und zwar zum Hilton Airport. Was soll man sagen, schön, aber Luxus geht mehr. Die Zimmer waren ordentlich aber nicht ganz auf höchstem Niveau. Es fehlten außerdem die „versprochenen“ Bademäntel und Hausschuhe. Auf Nachfrage bekamen wir die Antwort, dass es so etwas nicht bei dem gebuchten Zimmer gäbe, (obwohl es in unserer Buchung stand) wir aber welche bekommen würden. Später lagen dann auch 2 Bademäntel dort, aber keine Hausschuhe.

Am Abend sind wir noch in ein Restaurant namens „Alex“ gegangen. Das Essen war sehr, sehr gut. Und Live-Musik gab es auch. Schlafen konnte ich in dieser Nacht aber leider nicht.




Tag2! 21.3.13: Abflug nach Chicago!


Unser Flug sollte um 12.45 starten. Da ich noch nie wirklich im Ausland war, habe ich natürlich nach Check-In Zeiten gesucht, die grobe Empfehlung läuft auf 3-4 Stunden für die USA, laut Urlaubern und Vielfliegern reichen aber auch 2 Stunden.... haha, denkst du!

Es war ehrlich gut, dass wir früher hingegangen sind. Auf der Suche nach dem United-Schalter mussten wir aufgrund der vielen Menschen außenrum laufen (an dem Tag streikte nämlich Lufthansa) um dann zu sehen, dass UNSERE Schlange gaaaaaaaaaaaaaanz vorne begann. Also den ganzen Weg wieder außenrum zurück und hoffen, dass man in der richtigen Schlange stand (war ja so weit weg vom eigentlichen Check-In Schalter). Leute drängelten sich vor und wir warteten Ewigkeiten, also eine Stunde und mehr waren das locker. Das Problem bei United ist aber (und bei anderen Fluggesellschaften wie GermanWings und Lufthansa ist das auch so), dass wenn man Pech hat, nicht die eigentliche Fluggesellschaft fliegt, sondern eine andere, dass heißt dann im konkreten Fall, dass man sich nochmal wo anders zum Check-In anstellen darf. Wir hatten auch schon die Vermutung, weil unser Flug ständig geändert worden war, aber wir standen richtig.

Bis jetzt hatten wir noch nichts gegessen und dazu kamen wir auch nicht wirklich. Denn die Sicherheitskontrolle hat nochmal sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Als wir an unserem Gate ankamen begann auch schon das „boarding“.

Wir saßen links in einer 3er Reihe. Beim Warten auf unser „boarden“ sind uns extrem „mächtige“ Menschen aufgefallen. Und ich habe nichts gegen solche Leute. Aber mit extrem meine ich extrem. Rainer Calmund ist kein Vergleich. Wir haben gehofft, dass nicht einer davon unser Nebensitzer wird. Am Ende hatten wir einen netten Nebensitzer, der noch dünner war als wir ;D Er hätte knapp den Flieger verpasst, wegen den riesigen Schlangen, hat er uns erzählt.

Der Flug war wirklich angenehm, es gab immer Ablenkung durch Essen- oder Getränke-Verteilung. Das In-Flight-Programm (ein Touchscreen im Sitz) war gut. Jede Menge Filme und Musik.

Ich hab mir „Life of Pi“ und „Wreck it Ralph“ angeschaut. Nach nach nicht einmal 7 Stunden waren wir dann am O'Hare Flughafen in Chicago.

Es war ein ziemlich langer Weg bis zu den Schaltern der Einbürgerung.Und ich wollte pinkeln, da ich gelesen habe, dass die Immigration gerne 2 Stunden dauern kann. Als die die Toilette betrat und sah, dass die Ritzen rechts und links jeweils gute 3-4 Zentimeter waren und der Abstand von Boden und Tür fast zu meinen Knien ging (somit konnte man von allen Seiten reinschauen) hab ich mir das pinkeln verkneift und dachte mir "Die nächste Toilette.. hier tu ich mir das bestimmt nicht an...".

 Die Schlange war noch relativ kurz bei der Immigration, also ca. 20 Minuten Wartezeit. Kurz nach uns waren die Schlangen voll. Wir haben Glück gehabt.
Die Einbürgerung war echt anstrengend, die Fragen sehr persönlich und grad das erste Gespräch mit einem echten US-Amerikaner... puhh... Ich wurde z.B. gefragt: Was ich mache, wieso ich in die USA fliege, was ich hier machen will, was ich hier essen will (!), wieso ich so lange Zeit habe mitten im Jahr... und so weiter!

Internationale Flüge landen am Terminal 5, dieser ist etwas außerhalb vom eigentlichen Flughafen. Es gibt aber die Airtrain, die einen von Terminal zu Terminal bringt. Wir sind dann bis Terminal 3 gefahren und den Rest Richtung „Trains to city“ gefolgt. Die Schilder führten uns u.a. durch ein Parkhaus und Aufzug, aber was soll's... wenn man sich nicht auskennt muss man den Schildern vertrauen, und jeder von uns hatte ja auch nur ein Gepäckstück und Rucksack.

Als ich dann nochmals versuchte auf Klo zu gehen traf mich ein ähnliches Bild. Und Mädchen ich muss euch enttäuschen. Dieses Bild durchzieht sich durch die meisten Toiletten. Und Ja, man kann von außen wirklich reinsehen. Und zwar sieht man alles ganz genau.
 
Bei der Bahn angelangt mussten wir uns für ein Ticket entscheiden. Die Ticketautomaten dort gaben glaube ich kein Rückgeld. Wir haben deshalb die Kreditkarte gewählt. Die Handhabung war einfach, wenn man lesen kann. Anschließend geht man zum Drehkreuz, Karte rein, Karte rausnehmen und durchgehen.

Wir waren die einzigen mit Koffern in der Bahn und uns ist sofort aufgefallen, dass der Anteil der Afro-Amerikanern hier sehr hoch ist. Es war kein „weißer“ mit in der Bahn.

Wir sind dann bis zum Loop gefahren und mussten ein wenig rumfragen in welche Richtung es denn jetzt Richtung Michigan Avenue geht. Aber wir haben alles gefunden :)

Unser Zimmer war im 6. Stock und sehr schön. Ich konnte Alex überreden noch shoppen zu gehen zu Jewel Osco. Das ist ein wunderbarer Supermarkt der 24 Stunden offen hat. Und wir waren wie zwei kleine Kinder, als wir all unsere Kindheitserinnerungen in den Regalen gefunden haben: Marshmallow-Kellogs-Riegel, Lunchables... hach!

Wir haben den ganzen Kühlschrank mit leckeren Sachen gefüllt gehabt. Auch Cupcakes und fertige Torten konnten wir dort kaufen.

Wir sind dann doch früh schlafen gegangen, weil der Flug doch sehr anstrengend war... Aber immerhin war es schon mindestens um 20 Uhr.


Kommentare:

  1. Das klingt ja echt meeega aufregend.
    Ich liebe diese leckeren Süßigkeiten in Amerika. Du musst unbedingt Reeses und Pop-Tarts probieren, falls du sie noch nicht kennst. Pop-Tarts findest du sogar in Deutschlandssupermärkte, aber nicht häufig.

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    1. Ich hab wirklich das meiste ausprobiert, aber an den Pop-Tarts bin ich immer vorbeigegangen... ahh! Wenn ich sie hier mal entdecken sollte, werde ich sie auf jedenfall probieren ;)

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